Veronica Bailey

Veronica Bailey ist britische Photographin aus London. Sie ist Spezialistin für Photoserien, welche überwiegend in Archiven entstehen. Ihre Arbeiten widerspiegeln Ihre konzeptuelle Herangehensweise und historische Narration. Im Zentrum Ihrer Arbeit steht neben der Erforschung einer nostalgischen, traditionellen Wissensverbreitung auch der Reiz der Niederschrift und des Papiers im monotonen digitalen Zeitalter. 

In ihren Werken arbeitet Bailey mit Alltagsgegenständen, die sie sorgsam arrangiert. In ihren Werken sind Bücher und Briefe zu erkennen, die scheinbar geometrische Skulpturen ergeben. Teilweise fügt Bailey in ihre Arbeiten Textspuren ein, allerdings bleibt eine Kontextualisierung der Arbeiten grundsätzlich aus. Der Betrachter muss sich auf die Photographien einlassen, um eine persönliche Interpretation zu finden.

Veronica schloss mit einem Master am Central St. Martins College im Jahre 2003 ab. Sie gewann den Jerwood Photography Award für ihre „2 Willow Road Series“ 2003, eine Serie abstrakter Photographien. Diese wurden in der National Trust Bibliothek von Büchern über den Architekten Ernö Goldfinger und seiner Frau Ursula Blackwell aufgenommen. Die „Postscript Serie 2005“ dokumentiert eine kleine aber bemerkenswerte Sammlung von Briefen und Telegrammen (1937 – 1945). Diese Serie hat Model,Muse und Photographin Lee Miller verfasst während ihrer Tätigkeit als US Kriegskorrespondentin im zweiten Weltkrieg. Zur Verfassung bei trug auch der britische Surrealist Roland Penrose (1900-1984) vor seiner Heirat mit Miller 1947. Die Serie unter dem Titel About Faces kann als Ergänzung der Postscript-Serie gesehen werden, die auf inspirierende surrealistische Künstlerinnen aufmerksam machen möchte. Die Serie Hours of Devotion & Self Life Series , datiert auf 2007, ist das Ergebnis einer Archivarbeit in der Mitarbeiterbibliothek der Coutts Bank. Bailey liess sich für Hours of Devotion & Self Life Series  und von den Werken der Buchbinderin und Philanthropistin Angela Burdett-Coutts (1814-1906) inspieren. Die „Limited Time“ 2009 Serie wiederum setzt sich aus Palmen (eigentl. Fuji Instax Mini Polaroids), zusammen. Das Werk kann als kurzer Ausflug in ein anderes konzeptuelles Format betrachtet werden. Die Fotografin/Künstlerin kehrt mit einer weiteren Serie unter dem Titel „Modern Myths“ zu den gewohnten Sujets zurück. Dafür benutzte sie Zeitungen, welche stellvertretend für die visuelle Sprache zwischen Natur, Mensch, Krieg, Geld und Medienmacht stehen. 2012 erschien Baileys einzigartige photographische Textserie(vielleicht besser: Foto-Text-Serie?) Hermes Baby 2011, das im traditionellen Schwarz-Weiß-Film aufgenommen und anschliessend in der Dunkelkammer entwickelt worden ist. In der Serie werden die journalistischen Beiträgen der amerikanischen Journalisitn Marguerite Higgins (1920 – 1966), welche bei der New-Yorker-Zeitung  „The New York Herald Tribune“ für die Kriegskorrespondenz zuständig war.

Bailey kann auf Einzelausstellungen in Großbritannien, USA, Korea, Kanada und Deutschland zurückblicken. Ein breites Pressespektrum stellte bereits die Künstlerin vor: Portfolio, Art Forum, Hotshoe International, Eye, Guardian und Financial Times. Die Serie „Postscrip“ ist im Victoria&Albert Museum in London vertreten sowie in weiteren internationalen Sammlungen. Ihre Werke wurden auf Messen in London, Paris, Seoul, München, Toronto, New York, Miami und Los Angeles gezeigt.

Seit 2009 ist Veronica Botschafterin für die photographische Wohlfahrtsorganisation Photovoice und unterstützt regelmäßig weitere karikative Einrichtungen: Room to Read, Merlin, Laurence Sterne Trust, Cancer Research sowie LACE.

Exhibitions

9 Februar 201713 April 2017
25 Juni 20157 August 2015
29 November 20147 Februar 2015
6 Dezember 20138 Februar 2014
28 November 201325 Januar 2014
15 November 201218 November 2012

Selected Works