ANTARCTICA: A Million Faces of Ice

Fr 8 Mar 2013Sa 6 Apr 2013

Bernheimer Fine Art Photography präsentiert im Frühjahr 2013 in den Galerieräumen der Brienner Strasse 7 in München die Ausstellung Antarctica: A Million Faces of Ice.

Gezeigt wird eine Auswahl von rund 20 großformatigen Photographien Sebastian Copelands, die größtenteils zum ersten Mal ausgestellt werden. Es ist die umfassendste Sammlung der photographischen Arbeiten von Sebastian Copeland zum Thema Eis. Diese zeugt von den Erfahrungen und Erlebnissen der letzten zehn Jahre in den einsamsten und rauesten Gebieten der Erde.

Der Großteil der ausgestellten Photographien des preisgekrönten Photographen ist im Rahmen der letzten Expedition auf das Plateau der Antarktis entstanden. Während der zweiundachtzig Tage langen Entdeckungsreise photographierte Copeland Orte, die kein Mensch je zuvor gesehen oder betreten hat. Die Photographien beschreiben die unermessliche Weite der Antarktis, eine Welt ohne menschliches Leben. Die Oberfläche der schneebedeckten Landschaft wird variationsreich von dem teils 160 km/h starken Wind geformt. Das Eis reflektiert Himmel und Wolken, wobei die Elemente eine tiefe Symbiose eingehen. Die surreal gigantische Landschaft weist abstrakte, organische Formen auf, welche an Gemälde oder Graphiken erinnern. Die Grenzen zwischen Natur und von Menschen geschaffener Kunst scheinen sich aufzulösen. Die Photographien eisiger Landschaften wecken eine Verbundenheit mit der Natur, selbst in der einsamsten Gegend der Antarktis ist der menschliche Geist spürbar. Die unermesslichen, unberührten, weißen und blauen Flächen verschiedenster Formen vermitteln Klarheit, Ruhe und Stille. Es sind Bilder einer entlegenen Welt, die vom Verschwinden bedroht ist.

Die Antarktis, welche die um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete umfasst, ist ein Ort der Extreme. Es ist der kälteste und windigste Ort der Welt, der Festlandbereich bildet global die größte Wüstenfläche. Die Antarktis speichert das größte Süßwasservorkommen der Erde, eingefroren in Gletschern und Schelfeis. Diese gigantische Eislandschaft ist akut von der Erderwärmung bedroht. In der Antarktis schmilzt das Eis schneller als irgendwo sonst auf der Welt, hier ist der Klimawandel mit all seinen verheerenden Folgen besonders augenfällig. Aufgrund des starken Hitzefiebers stürzen gewaltige vulkanische Gipfel steil zum Meer hinab, Gletscher ergießen sich unaufhaltsam in den Ozean, kurz: das Polargebiet löst sich auf.

Sebastian Copeland ist weltweit einer der bekanntesten Umweltaktivisten mit Fokus auf den Klimawandel. Er ist Vorstandsmitglied der „Global Green“ Organisation, die Michael Gorbatschows Grünem Kreuz angehört. Dabei steht ein nachhaltiger Lebensstil, persönliches Engagement sowie Verantwortung für die eigene Umwelt im Vordergrund. Für Copeland besteht im Zusammenhang mit den Diskussionen rund um den Klimawandel ein Kommunikationsproblem und er versteht den Sprachgebrauch als größtes Hindernis. Daher ist es für ihn ein logischer Schritt seine Aktivitäten als Umweltschützer mit seinen photographischen Arbeiten zu unterstützen. Denn den meisten Menschen ist die Polarregion fremd. Geographisch abgesondert gleicht sie eher einem fernen Planeten. Copeland versteht seine Photographien als ein Mittel, um einem breiten Publikum seine Eindrücke und Erfahrungen in der Antarktis zu vermitteln. Mit Hilfe seiner künstlerischen Darstellungen macht Copeland den Betrachter mit der entlegenen Polarregion vertraut, schafft Bewusstsein sowie eine emotionale Bindung. Er hilft den Menschen, sich in diese Welt zu verlieben, denn es ist bedeutend einfacher etwas zu retten, das man liebt. Seine Photographien berühren uns unmittelbar.

Biographie

Geboren 1964 in Frankreich, war Sebastian Copeland jahrelang in der Werbung tätig und porträtierte Berühmtheiten, bevor er sich exklusiv dem Umweltschutz und der Kunstphotographie zuwandte. 1987 graduierte er als Bachelor of Arts (Film) an der UCLA University of California, Los Angeles. Seine Arbeiten erschienen unter anderem in Cosmopolitan, Elle, GQ, Marie Claire, National Geographic, People, Publisher’s Weekly, The Face, USA Today, Vanity Fair und W Magazine und werden in internationalen Galerie- und Museumsausstellungen gezeigt.

Sebastian Copeland engagiert sich seit über zehn Jahren im Board of Directors der Umweltschutzorganisation Global Green USA. Sebastian Copeland leitete Expeditionen in das arktische Meer, Grönland und die Antaktis wo er neue Routen festlegte und vier Polarrekorde aufstellte. Die dabei entstandenen Photographien wurden in Büchern und Magazinen publiziert. Mit seinem ersten Bestseller gewann er im Jahre 2007 den Photographer of the Year Preis der IPA. Er lebt und arbeitet in Bel Air bei Los Angeles.

Sebastian Copeland wird in Deutschland exklusiv von Bernheimer Fine Art Photography und Flo Peters Gallery, Hamburg, vertreten.