Landscapes
Ausstellungdauer:
Freitag 19 Juni 2009
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Freitag 31 Juli 2009
Mit „Landscapes – Photographien von Sebastian Copeland, Mat Hennek, Andréas Lang & Martin Pudenz“ zeigt Bernheimer Fine Art Photography vier zeitgenössische Positionen zu einem klassischen Thema der Photographie: Landschaft. Die Wahl der Photographen steht dabei für die Bandbreite der aktuellen Landschaftsphotographie – die Herangehensweise der Künstler an das Thema unterscheidet sich ebenso wie die jeweilige technische Umsetzung.
Sebastian Copelands Inkjet Archival Prints sind neben internationalen Galerien und Museen auch in namhaften Sammlungen vertreten. Die scheinbar zeitlosen Arbeiten, entstanden auf drei Expeditionen: 2006 und 2007 in die Antarktis sowie 2008 in die Arktis. Sie zeigen auf kontrastreichen Schwarz-Weiß- und in farbsatten Blautönen gehaltenen Farbaufnahmen die atemberaubende Schönheit dieser extremen, ebenso abweisenden wie zerbrechlichen, unberührten wie bedrohten Landschaft. Sebastian Copeland, der Filmmaterial bevorzugt, benutzte dafür aufgrund der klimatischen Bedingungen überwiegend eine 35-Millimeter-Digitalkamera ohne Farbfilter. Ein Teil der Motive entstand mit analogen Panorama- und Mittelformatkameras.
Mat Hennek war bereits im Rahmen der letztjährigen Salzburger Festspiele in der Bernheimer Galerie Schloss Fuschl mit der Ausstellung „Die Seele der Musik“ vertreten. Nachdem er die dort gezeigten Portraitphotographien von Interpreten klassischer Musik mit Vorliebe auf ausgedehnten Spaziergängen aufnahm, hat Mat Hennek mit der Natur ein weiteres Sujet gefunden. Seine Arbeiten, meisterhaft komponierte Muster und Strukturen der alpinen Gletscherregionen sowie der „Seelenlandschaft“ Wald, entstehen analog im Mittel- und Großformat und werden ohne jegliche Nachbearbeitung als digitale Archival Pigment Prints auf Kupferdruckpapier gedruckt, was den Aufnahmen eine außerordentlich feinkörnige Ästhetik verleiht.
Andréas Langs Thema sind die „inneren Landschaften“: Die Serie „Éclipse“, aufgenommen nach intensiver Recherche und präziser Vorbereitung auf Reisen durch Ägypten, Israel und Palästina, Syrien und der Türkei, dokumentiert Orte und Landschaften des frühen Christentums und der Kreuzzüge anlässlich der Sonnenfinsternis von 2006. Entstanden sind atmosphärisch verdichtete Low-Key-Aufnahmen im Geist der Malerei der Romantik, deren mystisch-geheimnisvolle Bilderwelt die Ästhetik des späten 19. Jahrhunderts mit der zeitgenössischen Photographie verbindet. Die analog aufgenommenen, handgefertigten Abzüge verzichten auf jegliche Nachbearbeitung.
Martin Pudenz’ in ihrer Farbigkeit fast impressionistisch anmutende Landschaftsphotographien zeigen die Natur in erhabener, archaischer Schönheit. Die in der Sächsischen Schweiz aufgenommenen Arbeiten entstanden im historischen Bromöldruckverfahren, das er über Jahrzehnte perfektioniert hat. Bei diesem 1902 von Welbourne Piper erfundenen photographischen Positivkopierverfahren wird einem belichteten Bromsilberabzug zunächst durch chemische Bäder das Silber entzogen. Anschließend wird das zurückbleibende Gelatinerelief mit Hilfen von Walzen eingefärbt, bis das ursprüngliche Motiv, verändert durch den manuellen Farbauftrag, wieder erscheint.
Bei aller Unterschiedlichkeit ist den Arbeiten der vier Künstler eines gemeinsam: Sie zeigen eine scheinbar unbelebte Natur, frei von Menschen. Sebastian Copeland, Mat Hennek, Andréas Lang und Martin Pudenz sind zu Eröffnung der Ausstellung anwesend.
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